How a long black beats a too long-extracted café crème.

Warum ein langer schwarzer Kaffee immer besser ist als ein verwässerter Café Crème.

Es gibt nichts, was einen Espresso toppen könnte - zumindest wenn es um den reinen, konzentrierten Kaffeegenuss geht. Wenn man aber Lust auf mehrere Schluck Kaffee hat, gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. 

Natürlich kann man einfach mehrere Espresso trinken, wodurch man zwar die gewünschte Menge erreicht, allerdings möglicherweise auch ein Herzrasen, das nach vier oder fünf Espressoshots folgt. 

Die beste Wahl für einen gemütlichen Kaffee ist der lange schwarze Kaffee (long black). Dafür nimmt man eine Tasse mit heißem Wasser und gießt einen einfachen oder doppelten Espresso dazu. Indem der Espresso in das Wasser kommt (und nicht andersherum) bleibt die Crema, also der beeindruckende Schaum auf dem Espresso.  

(Wer die Reihenfolge umdreht und heißes Wasser in einen Espresso gießt, zerstört die Crema und erhält dafür einen Americano)

In beiden Fällen ist die Grundlage für den Kaffee ein ideal ausgeglichener Espresso, der je nach Geschmack verdünnt wird. Eine Win-Win-Situation. 

Eine wesentlich weniger effektive Methode, um mehr Kaffee aus einer Röstung herauszuholen, ist der ‚lungo' oder ‚verlängerte Espresso', noch besser als Café Crème bekannt. Café Crème gehört zu den beliebtesten Kaffeezubereitungsarten in der Schweiz - allerdings nicht aus Gründen der Qualität. 

Die Logik ist einfach: die Kaffeemenge im Siebträger der Espressomaschine ist begrenzt - meistens auf rund 18 Gramm für einen doppelten Espresso. Um auf mehr Volumen zu kommen, muss mehr Wasser durch den Kaffee fließen. Das führt unausweichlich zu ausgedünntem Kaffee. 

Darum schmeckt der typische 'lungo' oder Café Crème auch bitter, holzig und leer.  

Das Wunderbare an einem Espresso ist die fein kalibrierte Balance aus diesen Faktoren: 

  • die Qualität und Art der Bohnen
  • die Art der Röstung
  • der Mahlgrad 
  • Menge des Kaffeemehls
  • das Tampering  
  • die Wassertemperatur/Wassertemperaturstabilität
  • der Maschinendruck 
  • sowie die Quantität (Durchlaufzeit) und Qualität des Wassers 

Ganz davon abgesehen, wie sich diese Variablen zueinander verhalten, ändert sich eine Sache nie: wer mehr Wasser durch die gemahlenen Kaffeebohnen fließen lässt, erhalt trotzdem nicht mehr guten Geschmack. 

Wer zu lange extrahiert, erhält eine schale und holzige Note, die einen ursprünglich perfekten Espresso schlicht ruiniert. 

(Wer den Kaffee so nicht mag, überdeckt den dünnen, nicht ausbalancierten Geschmack mit Sahne) 

Horizonte Coffee bietet zwei Premium Röstungen an - unsere Filterröstung und unsere Espressoröstung. Mit diesen beiden ausgezeichneten Spezialitäten braucht man keine besondere Café Crème Röstung. 

Wer also Lust auf einen großen Kaffee (zubereitet mit der Espressomaschine) hat, für den gibt es keine bessere Wahl als einen langen schwarzen Kaffee: Erst das Wasser, dann einen (oder zwei) Espressoshots dazu gießen. 


- Long black

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